President's Blog #11
24. Januar: Nieder mit der Scheinheiligkeit
Liebe Freisinnige
Schon lange hat sich ein unseliger Trend eingenistet, der bei der Behördeninitiative seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat: Die an vva(!) grenzende Scheinheiligkeit.
Damit dies auch noch geschrieben ist: Wer erfindet eigentlich diese Initiativen-Bezeichnungen? Gibt es einen internen Wettbewerb, den Titel mit der grössten Bezugsdifferenz zum Inhalt zu kreieren?
Doch zurück zum Thema:
Ebä, Beispiel diese Behördeninitiative. ALLE sind eigentlich FÜR den Flughafen gewesen! ALLE! Auch die Befürworter. Und haben Vorschriften und Gesetzte gar als Segen für den Flughafen verkaufen wollen. Entweder habe ich mal wieder nicht aufgepasst, aber wie ich unsere Welt bisher verstanden habe ist JEDES Gesetz eine Einschränkung für irgendjemanden, sonst bräuchte es keine Gesetze. Was soll also der Chabis mit "für den Flughafen"? Kein Unternehmer hat an Einschränkungen Freude, ausser das Gesetz verbietet allen Konkurrenten mitzumachen (und selbst dies würde wohl vielen Unternehmern den Spass wegnehmen).
Bleibt die Frage, warum nicht Klartext gesprochen wird und EHRLICH gesagt wird was man will und was die Folgen sind? Kann es sein das man jeweils selber nicht ganz sicher ist? Oder möchte man gar versuchen, niemanden zu ärgern? Oder - und das finde ich mit Abstand das schlimmste: Meint man so mehr Stimmen zu fangen - notabene mit einem, um es deutlich schweizerisch zu sagen, Bschiss?
Das Volk ist nicht dumm! Die Aktionen einer Volksmenge mögen es sein, an die Urne geht aber der einzelne. Das Volk ist eine Summe aus Individuen - die sind weder dumm noch einfach manipulierbar. Es zeugt von frecher Respektlosigkeit was da zum Teil geboten wird. Es wird wohl vergessen, dass wir, das Volk, die KUNDEN sind. Parteien und Politiker sind die Lieferanten. Nicht umgekehrt! Jeder gute Verkäufer respektiert seine Kundschaft. Sonst ist sein Laden nämlich schneller Dicht, als er "Kundenverdummung" buchstabieren kann!
Erklären Sie für sich 2012 zum Jahr der ehrlichen Kommunikation. Machen Sie mich und andere darauf aufmerksam, wenn wir diesen Pfad verlassen. Schauen Sie genau hin, damit Sie nicht den Scheinheiligen auf den Leim gehen!
Aus liebe zur Schweiz!





